Weilersbach - Wallfahrtskirche St. Anna

Weilersbach mit seiner Wallfahrtskirche St. Anna
Weilersbach mit seiner Wallfahrtskirche St. Anna

In Weilersbach bei Forchheim entstand um 1500 eine St.-Anna-Wallfahrt. Die heutige Kirche wurde im 17. Jahrhundert gebaut und 1966 durch einen Anbau erweitert. Das eigentliche Gnadenbild ist eine barocke Statue der »Hl. Anna Selbdritt« (»zu dritt«, also Anna mit Tochter Maria und Enkel Jesus) am rechten Seitenaltar der alten Kirche. Das Altarblatt des Hochaltars der alten Kirche zeigt St. Anna als Erzieherin, die ihrer Tochter Maria die Bibel lehrt. Hoch geschätzt wird an der Nordwand der neuen Kirche der spätgotische Flügelaltar mit Maria im Strahlenkranz und zwei krönenden Engeln, eine Nürnberger Arbeit um 1500 aus der Schule des Veit Stoß. Auf beiden Außenflügeln ist die Verkündigung an Maria zu sehen, gemalt in der Schule des Nürnberger Meisters Michael Wolgemut (1434 – 1519). Der Altar stammt aus dem evangelischen Pfarrort Hetzelsdorf bei Pretzfeld. Trotz Einführung der Reformation kamen die Katholiken aus der Umgebung weiterhin zu dem dortigen Marienbild, bis der Altar 1853 nach Weilersbach verkauft und in der alten, dann in der neuen Kirche seinen Platz erhielt.
Weilersbach besitzt noch eine weitere Gebetsstätte: die 1991 am Berghang nahe dem Ort erbaute »Maria-Hilf-Kapelle«. Heimatvertriebene, die ihre religiösen Wurzeln nicht vergessen wollen, kommen gern dorthin.

Webseite

https://pfarrei-weilersbach.kirche-bamberg.de/pfarrei/kirchen/