Bühl - Maria Heimsuchung

Mariä Heimsuchung in Bühl
Mariä Heimsuchung in Bühl

Die Pfarrkirche in Bühl liegt auf dem hohen und weit ins Schnaittachtal hinausschauenden Bergsporn unmittelbar oberhalb von Simmelsdorf. Früheste historische Nachrichten belegen, dass dieser Landstrich schon um die Jahrtausendwende missioniert und pfarrlich eingerichtet war. Die heutige Bühler Kirche mit befestigtem Bergfriedhof stammt aus dem Jahre 1472. Der spitze Turm und der gotische Chor gehen auf diese Zeit zurück. 1714 bis 1755 wurde das Gebäude barockisiert. Johann Michael Doser fertigte die Kanzel und den Barockaltar mit fünf lebensgroßen Figuren. Im Mittelpunkt Maria mit Strahlenkranz. Die »Madonna vom Rothenberg« in der Pfarrkirche Kersbach Von Bühl aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Festung Rothenberg, eine ehemalige Veste auf dem gleichnamigen, 588 m hohen Berg bei Schnaittach in der Fränkischen Alb. Die heute noch sichtbare Barockruine der Festung Rothenberg reicht in die Bauzeit 1703–1740 zurück. Einmal im Jahr, in der Regel am 8. September, dem Fest Mariä Geburt, ziehen die Gläubigen aus den katholischen Pfarreien Bühl, Kersbach, Kirchröttenbach, Lauf, Neunkirchen und Schnaittach zum Rothenberg hinauf. Sie versammeln sich am Rabenshofer Kreuz, um in einer feierlichen Prozession die wundertätige »Madonna vom Rothenberg«, die seit der Auflassung der Festung Rothenberg ihre ständige Heimat in der Pfarrkirche Kersbach hat, zu ihrem früheren Standort zu begleiten. Zu diesem Anlass wird die Muttergottes mit einem Festgewand bekleidet und schön geschmückt. Anschließend kehrt das einstige Wallfahrts- und Gnadenbild der Muttergottes vom Rothenberg mit sternengeschmücktem Haupt in die Pfarrei Kersbach zurück, wo es in der barocken Heilig-Kreuz-Kirche am nördlichen Eckpfeiler des Chorbogens seinen neuen Platz gefunden hat.

Webseite

https://pfarrei-buehl.kirche-bamberg.de